CCC fordert Verbot unverschlüsselter Verbindungen

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Niemand möchte, dass seine persönlichen Daten gelesen werden - auch nicht von Geheimdiensten.

Niemand möchte, dass seine persönlichen Daten gelesen werden – auch nicht von Geheimdiensten. Quelle: http://pixabay.com/static/uploads/photo/2013/06/30/06/12/keyboard-142332_640.jpg

Wie man es vom CCC (Chaos Computer Club) nicht anders erwartet, fordert dieser ein Verbot unverschlüsselter Verbindungen, z.B. bei der Übertragung von Kundendaten. Dies ist eine Reaktion auf das Verbot absoluter Verschlüsselung (ohne Hintertür für Geheimdienste), wie es Cameron, Obama und kürzlich auch Innenminister de Maizière, nach dem Anschlag in Paris, gefordert haben. Cameron hatte als erster vorgeschlagen, dass man den Geheimdiensten einen „Generalschlüssel“ für alle Verschlüsselungsverfahren geben solle, damit diese ungehindert mitlesen können.

„Niveau von Windows 3.1“

Die Forderung der Politik eine absolute Verschlüsselung ab zu schaffen, geht darauf zurück, dass „das Rad der technischen Evolution auf das Niveau von Windows 3.1 zurückgedreht“ werde, so der CCC. Der Politik sei dieser Sachverhalt aber anscheinend „noch nicht erklärt worden“.

Unklar ist bisher auch, wie die Umsetzung eines „Generalschlüssels“ für die Geheimdienste aussehen soll, denn eine Sicherung solcher Schlüssel an zentraler Stelle, wäre quasi der Heilige Gral aller Hacker – und auch aller Terroristen.

Verschlüsselungsverbot praktisch nicht durchsetzbar

Laut dem CCC sei eine Umsetzung eines Verbotes der absoluten Verschlüsselung nicht nur gefährlich (wie oben schon genannt), sondern auch so gut wie nicht umsetzbar. Der CCC rät weiterhin zu harter Verschlüsselung, wie etwa Verschlüsselung mit Hilfe von GnuPG. Dadurch lassen sich Mails Hintertür-frei mittels RSA verschlüsseln. Auch der BSI ist auf der Seite vom CCC und befürwortet eine durchgehende Verschlüsselung aller Verbindungen.

Statement:

(eigene Meinung)
Ich stehe absolut hinter dem CCC und finde es ein Unding, dass jemand auch nur auf die Idee kommt per Gesetz Hintertüren für Verschlüsselung bereit stellen zu lassen. Meiner Meinung nach zeugt das von entweder a) Geldgierigen Beratern der Zuständigen, oder b) von Unkenntnis. Jeder Politiker, für den Internet „Neuland“ ist, soll die Finger von solchen Gesetzen und solchen weitreichenden Plänen lassen.

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