FFmpeg: Videos in Vivaldi schauen

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Probleme mit Vivaldi ind FFmpeg lassen sich recht leicht lösen.

Probleme mit Vivaldi ind FFmpeg lassen sich recht leicht lösen.

Wer den relativ neuen auf Chromium basierenden Browser Vivaldi benutzt, der wird oftmals das Problem haben, dass Videos nicht abgespielt werden. Öffnet man die Browser eigene Konsole, so erscheint oft nur der Fehler net::ERR_BLOCKED_BY_CLIENT. Dieser weist darauf hin, dass Vivaldi das Video nicht öffnen kann. Meist liegt das an einem veralteten oder fehlenden FFmpeg, genauer gesagt an der Datei libffmpeg.so.

FFmpeg in Vivaldi installieren

Ich habe ein gist angelegt, in dem ich die Schritte bereits beschrieben habe. Hier aber nochmal die Anleitung:

Die Dateien nehme ich aus den Ubuntu-Repository und sind im Paket chromium-codecs-ffmpeg-extra versteckt. Wer also eine auf Debian/Ubuntu basierende Distribution fährt, kann dies Paket installieren und vielleicht löst sich das Problem bereits dort.

1. .deb Datei herunteladen

Als erstes muss man die neuste chromium-codecs-ffmpeg-extra Datei herunterladen (achte auf die Versionsnummer und Architektur). Die Liste aller Dateien findest du Hier.

2. data.tar.xz aus .deb Datei extrahieren

In der .deb Datei befinden sich alle Bibliotheken in der data.tar.xz. Man kann diese mittels dem Programm ar extrahieren.

ar x <deine-deb-datei> data.tar.xz

3. libffmpeg.so aus data.tar.xz extrahieren

Die Datei libffmpeg.so muss man nun aus der data.tar.xz extrahieren:

tar -xJf data.tar.xz --strip-components=4 ./usr/lib/chromium-browser/libffmpeg.so

Sie wurde nun aus dem tar-ball extrahiert und liegt neben diesem im selben Ordner.

4. libffmpeg.so in Vivaldi Ordner kopieren

Einfach die Datei in den Vivaldi Ordner unter .../lib/ kopieren. Je nach dem wo Vivaldi liegt sieht das so aus:

cp ./libffmpeg.so /opt/vivaldi/lib/

Testen

Man kann entweder das vorher nicht funktionierende Video abspielen, oder die YouTube Test-Seite aufrufen. Dort wird dargestellt, welche Funktionen im Browser verfügbar sind.

Warum tritt der Fehler auf?

Leider sind die meisten Videos mit dem nicht-freien h.264 Codec (oder ähnlichen nicht-freien Codecs) codiert. Für die Benutzung muss man also unter Umständen Geld bezahlen.

FFmpeg besitzt die Fähigkeit mit diesen Codecs umzugehen, sodass auch hier unter Umständen Gebühren anfallen (allerdings nur, wenn man durch die Benutzung der in FFmpeg enthaltenen nicht-freien Codecs selbst Geld verdient). Dabei ist FFmpeg selbst (und die meisten enthaltenen Codec-Implementationen auch) freie Software und steht auch unter einer solchen Lizenz, nur einige der enthaltenen Codecs sind nicht frei (sondern z.B. patentiert).

Viele Repositories enthalten aber nur freie Software, sodass solche Bibliotheken teilweise fehlen.

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