Wachstum sozialer Netzwerke: Facebook jetzt schon out?

Facebooks Wachstum scheint zu schrumpfen.

Facebooks Wachstum scheint sich zu verringern. Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/75/No-facebook-me.png

Das Pew Research Center hat jüngst eine Studie veröffentlicht, in der es um das Wachstum sozialer Netzwerke geht. Interessant zu sehen ist, dass das prozentuale Wachstum bei Facebook, dem Giganten unter den Netzwerken, nicht das größte ist. Zudem bringt der Bericht auch andere Interessante Fakten rund im die Nutzung Sozialer Netzwerke.

Interessant ist auch der Vergleich mit Messaging-Diensten, aber dazu später mehr.

Facebook Wachstum stagniert?

Laut der Studie stagniert das Wachstum von Facebook, doch dabei werden nur die prozentualen erwachsenen Nutzer in den USA angegeben, die sich auf 71% beläuft. Jugendliche und Kinder werde nicht mitgezählt, auch ist nur die USA genannt. Insgesamt (also weltweit und mit Minderjährigen Nutzern) wächst die Anzahl an Nutzern stetig.

Was man auf jedenfall sieht ist, dass sich das Wachstum verändert. Wie es langfristig aussieht, wird sich noch zeigen.

Kleinere Netzwerke wachsen schneller

Kleinere Netzwerke, wie Instagram, Linked In, Pinterest oder Twitter, haben weniger Nutzerzahlen insgesamt, doch diese Netze wachsen (prozentual) schneller als Facebook. Auch hier sind leider nicht die Nutzerzahlen aller Nutzer angegeben, sondern wieder nur die erwachsenen Nutzer in den USA. Dennoch ist der Trend relativ deutlich.

Messenger sind auf dem Vormarsch

Messenger Dienste werden fast so häufig genutzt, wie herkömmliche soziale Netzwerke. Quelle: http://static1.uk.businessinsider.com/image/54a461afdd0895ea398b45e2-1200-900/bii-sai-cotd-social-messaging-apps-1.png

Neben Sozialen Netzwerken haben, nahezu unbemerkt, Messenger Dienste die Macht übernommen. Mit jeweils ca. 2 Milliarden Nutzern sind soziale Netzwerke und Messenger fast gleich auf. Durch das schnellere Wachstum von Messenger Diensten werden diese noch Anfang 2015 mehr Nutzer haben als soziale Netzwerke.

In Deutschland hat der Messenger WhatsApp mit ca. 35mio. bereits mehr Nutzer als das soziale Netzwerk Facebook mit ca. 28mio. Nutzern.

Kommentar

(eigene Meinung)
Ich bin ehrlich gesagt gespannt, wo uns diese social-media-Sache hin führt. Was mich an all dem beunruhigt ist, dass viele gar keine Ahnung haben, wie man mit solchen Netzwerken und Dienstleistungen umgehen soll. Wenn ich mittlerweile Grundschüler sehe, die mit Smartphones unterwegs sind, mache ich mir manchmal echt sorgen …

Keine WebView-Updates für viele Android Geräte mehr

Google liefert teils keine WebViewer Updates mehr.

Ohne Sicherheitsupdates für den WebViewer wird surfen mit dem Smartphone weniger sicher. Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/75/Internet1.jpg

Google hat entschieden, dass es keine WebView-Updates für viele Android Geräte mehr geben wird. Betroffen sind alle Versionen bis Android 4.4, also 4.3 und älter. Was das für Folgen hat und wie Benutzer und Hersteller darauf reagieren werden ist noch offen, doch so viel steht fest: Sicherheit ist was anderes.
Zu WebView: WebView ist die zentrale Komponente von Android, die Webseiten rendert (also HTML-Daten in fancy Bilder und Text umwandelt), doch dabei gibt es im Bereich Javascript einige Bugs (dazu später mehr).

Kein Support mehr: Folgen und Gründe

Fast eine Milliarde Android Geräte, was ca.60% aller Android Geräte ausmacht, werden dem zu Folge nicht mehr mit WebView-Updates beliefert, was heißt, dass in diesen Geräten eine bekannte Lücke im WebView von Android bestehen bleibt und nicht gefixt wird.

Als Grund hierfür nennt Google, dass Jelly Bean (also Android 4.1.x bis 4.3) und alle vorherigen Versionen zu alt wären. Es ist zwar oft so, dass Software, die zwei oder drei Versionen zurück liegt nicht mehr mit (allen) Updates versorgt wird, dennoch ist die Zeitspanne, im Vergleich zu Windows oder anderen Software Produkten, zwischen Android Versionen relativ kurz.

Sicherheitslücke im WebView

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Ist der Cloud Computing Hype vorbei?

Cloud Computing - Das Rechnen in der Wolke.

Cloud Computing – Das Rechnen in der Wolke.
Quelle: https://c2.staticflickr.com/4/3109/3082993732_d74754eee6.jpg

Vor allem nach dem NSA-Skandal scheint die Stimmung über Cloud Computing getrübt zu sein, heißt dass, das der Cloud Computing Hype vorbei ist? Viele sagen ja, doch die Geschäftszahlen sprechen zum Teil andere Worte.

Cloud Computing

Cloud Computing (engl. für rechnen in der Wolke) ist ein Konzept, nach dem Daten und Programme/Dienste nicht mehr auf dem lokalen Rechner gespeichert und ausgeführt werden, sondern in einem entfernten Rechenzentrum (Cloud). Dabei gibt es wieder das Problem, dass der normale Benutzer nicht genau weiß, wo seine Daten gerade sind und unter welchem Rechtsstand diese liegen. Wie bei Trusted Computing gibt man auch bei Cloud Computing die Kontrolle über seine Daten an Dritte ab – hier allerdings freiwillig.

Der Cloud Computing Hype

Seit ca. 2009/2010 sprechen viele – vor allem im privaten Sektor – von einem Cloud Computing Hype. Viele Dienstleister bieten nun Cloud-Dienste an und besonders aus dem Bereich des Mobile Computing (… also Handys 😉 ). Dies kann man interessanter Weise an der Anzahl an Suchanfragen zu diesem Thema erkennen. Google bietet mit Google Trends gleich einen passenden Dienst an. Wenn man nach Cloud filtert, bekommt man eine Kurve von 2004 bis heute.

Dies sieht man auch am Gartner Hype Cycle der Jahre 2010 und 2014. Diese Graphen zeigen einem, was momentan gehypt wird und wie lange es dauert, bis man dafür einen … sagen wir sinnvollen Nutzen findet 😉 . Tatsächlich gibt die Anzahl an Jahren aus der Legende die Dauer bis zu einer langfristig produktiven Nutzung an – bei Cloud Computing sind dies momentan 2-5 Jahr.

Nach dem NSA Skandal

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BSI-Präsident möchte infizierte Rechner offline stellen

"Sorry, No Internet today"

„No Internet today“ – So könnte es vielen gehen, wenn Infizierte Computer zwangsweise offline gehen.

Am 14.01. fand in Berlin das Berliner Forum zur Cyber-Sicherheit statt, auf dem der Präsident des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), Michael Hange, kritische Worte an Unternehmen und Privatnutzer richtete. Demnach wären viele Benutzer von IT-Systemen zu leichtgläubig und würden Sicherheitsmaßnahmen (Verschlüsselung, Anti-Viren Software, etc.) nicht konsequent nutzen.

Wer ist wie gefährdet?

Besonders drastische Worte wurden an Benutzer gerichtet, die einem Bot-Netz anheimgefallen sind. Diese Rechner sollen – soweit erkannt – vom Provider von Netz genommen werden um Schaden zu vermeiden.

Allgemein werden laut BSI täglich mehr als eine Millionen Infektionen monatlich registriert und die Anzahl an Malware-Variationen steige täglich um ca. 300.000. Die häufigsten Verbreitungswege seien Botnetze, Spam-Mails und Drive-By-Exploits (automatisiertes Ausnutzen von Browser Schwachstellen).

Vor allem Windows (95% Marktanteil im privaten Computer Sektor) und Android (ca. 70% im Mobilen Sektor) sind wegen ihres großen Marktanteils und diverser Sicherheitslücken gefährdet.

Maßnahmen gegen Malware, Botnetze und Co.

Gegen eine Infektion sollte man natürlich seine Anti-Viren Software aktuell halten und möglichst keine verdächtig aussehenden Anhänge in Mails öffnen. Auf mobilen Geräten sollte man darauf achten Apps nur von den offiziellen Stellen, wie z.B. dem Google Play-Store oder App-Store von Apple, zu beziehen. Hange wies auch auf die Mailverschlüsselung per GnuPG (GNU Privacy Guard) hin, mit der E-Mails per RSA-Verfahren verschlüsselt werden können.

Statement:

(eigene Meinung)
Als ich das zum ersten mal gelesen habe, dachte ich: „Hmmm, was hällst du jetzt eigentlich davon?“ Ich schwanke wirklich, aber ich finde den Ansatz eigentlich gut. Aaaaber sehe ich da ein Problem bei der Entfernung der Schadware, denn wenn man nicht mehr ins Internet kann, wie soll man sich dann über Lösungswege informieren? Mit dem Laptop oder Tablet? Geht ja nicht, Internet wurde ja vom Provider gesperrt. Außerdem könnten Anti-Viren Programme ggf. nicht mehr schnell genug Signaturen von neuer Malware an ihre Datenbank senden.

Wie gesagt: Eine Notbremse in bereit zu stellen finde ich gut, nur sollte sie im Ernstfall auch funktionieren 😉

David Cameron möchte Verschlüsselung verbieten.

Verschlüsselung ist wichtig - die Engländer sehen das anders.

Verschlüsselung ist wichtig, damit unserer Privatsphäre geschützt wird und Dritte nicht an unsere Daten können. Quelle: https://c1.staticflickr.com/5/4066/4638981545_f0578a16fe_z.jpg

Unglaublich aber wahr: David Cameron möchte Verschlüsselung verbieten, da vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Paris, die Sicherheit anscheinend Unzureichend ist. Kommunikation soll für die Sicherheits- und Geheimdienste frei lesbar sein und solle daher nicht so verschlüsselt werden, dass sie die Information nicht einsehen können.

Eingeführt werden soll dabei die „Snooper’s Charter„, ein Gesetzesentwurf nach dem der gesamte Nachrichtenverkehr abgefangen und 12 Monate lang gespeichert werden soll. Viele sehen darin aber ein Risiko, da man nicht weiß ob diese sensiblen Daten sicher gespeichert sind.

Dienste wie WhatsApp, Telegramm, iMessage und andere, die Verschlüsselung verwenden, sollen Abgeschafft werden, sobald Cameron wiedergewählt wird. Kritiker sehen aber auch Risiken und Probleme für die Daten vieler Unternehmen, die dann ungeschützt versendet werden müssten. (mehr …)